Medien-Treffen im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

"KulturPreis Europa 1999"

Dr. Walter Konrad sieht mit der Auszeichnung 15-jähriges Bemühen von 3sat um länderübergreifende Verständigung belohnt

(von Chris Rabe) Für das erfolgreiche Bemühen, als Kulturbotschafter des deutschen Sprachraums nationale Grenzen und kulturhistorische Barrieren zu überwinden, hat Dr. Michael Naumann, Staatsminister für Kultur und Medien beim Bundeskanzler (l.), am 29. Juli den "KulturPreis Europa 1999" an 3sat, das öffentlich-rechtliche Gemeinschaftsprogramm von ZDF, ORF, SRG und ARD, überreicht. Beispielhaft sei bei 3sat, so heißt es in der Begründung, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gleichberechtigter Partner sowie das vorbildliche kulturelle Engagement, mit dem 3sat einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der kulturellen Vielfalt in Europa leiste. 3sat mache deutlich, dass Kultur Toleranz schafft.

(v.l.n.r.) Staatsminister Dr. Michael Naumann, KFE-Präsident Dieter Topp, ZDF-Intendant Prof. Dr. Dieter Stolte, 3sat -Direktor Dr. Walter Konrad, Künstlerin Clementine Klein, ARD-Vorsitzender Prof. Peter Voß

"Gerne nehme ich stellvertretend für die Partnersender diese europäische Ehrung für 3sat entgegen", betonte der Direktor Europäische Satellitenprogramme im ZDF, Dr. Walter Konrad, in seiner Dankesrede im Bonner Haus der Geschichte. Seit 15 Jahren produziere 3sat als Vollprogramm mit kulturellem Schwerpunkt anspruchsvolle Sendungen in deutscher Sprache, die in ganz Europa und darüber hinaus empfangbar sind. 3sat reflektiere regionale Eigenheiten und die kulturelle Vielfalt seiner Partnerländer Deutschland, Österreich sowie der Schweiz und verdeutliche gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge in Europa, erklärt Dr. Konrad. "Kultur ist Ausstattung des Menschen zum Verhalten in der Welt. In Zeiten der Globalisierung und Kommerzialisierung vieler Lebenszusammen- hänge ist es in diesem Sinne wichtig, den Menschen Orientierung zu geben. 3sat ist deshalb heute unverzichtbarer denn je."

Die Auszeichnung des KulturForum Europa für besondere Leistungen zur Völkerverständigung und zur europäischen Integration wird zum siebten Mal verliehen. Erstmals allerdings geht der Preis statt an eine Person an eine Institution. Das "KulturForum Europa" ist 1992 auf Initiative des ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher gegründet worden. 1998 wurde der damalige Botschafter des Staates Israel, Avi Primor, mit dem Preis ausgezeichnet.

Ãœberreichung der Auszeichnung "KulturPreis Europa 99" vor laufenden Kameras.
(Bildmitte:) Der schweizer 3sat-Direktor Peter Schellenberger und ORF-Generalintendant Gerhard Weis waren zum Festakt aus Zürich und Wien angereist.

Die Feierstunde im Bonner "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" moderiert Prof. Dr. Miriam Meckel. Die 32jährige Kommunikationswissenschaftlerin und Sinologin ist Nordrhein-Westfalens jüngste Universitätsprofessorin und machte sich bereits mit zahlreichen Veröffent- lichungen über internationale und - im besonderen - über europäische Medienforschung einen Namen. Der "KulturPreis Europa 1999", ein Siebdruck auf Acrylglas, ist eine Arbeit der Kölner Objektkünstlerin Clementine Klein.

S.E. Botschafter Dr. Markus Lutterotti verlas das persönliche Geleit des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil,. Zur Verleihung des KulturPreis Europa 1999 hatten die Bundesanzler Gerhard Schröder und Viktor Klima aus Deutschland und Österreich, sowie die schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss die Schirmherrschaft übernommen.

( Fotos: Olympus Deutschland)


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